JAHRESTAGUNG 2021

JAHRESTAGUNG 2021

26.-28. MÄRZ IN BERLIN

26.-28. MÄRZ IN BERLIN

 

Call for Papers:

Heinrich Mann: Bohème ‒ Republik ‒ Exil

Jahrestagung der Heinrich Mann-Gesellschaft zum 150. Geburtstag Heinrich Manns

(26. bis 28. März 2021, Tagungsort: Berlin)

 

Die Tagung will Leben, Werk und Wirkung Heinrich Manns aus Anlass seines 150. Geburtstags am 27. März 2021 vergegenwärtigen, sein Profil in aktueller Perspektive diskutieren. Mit den Stichworten Bohème, Republik, Exil sind die Lebensphasen des Schriftstellers Heinrich Mann umrissen. Zugleich ist damit sein Werk im Kontext seiner Zeit stichwortartig charakterisiert: Bohème ‒ hierunter wäre das frühe Werk bis 1918 zu subsumieren, neuromantisch, ästhetizistisch, politisch noch konservativ, gleichwohl kosmopolitisch konturiert und in Italien und anderswo entstanden, als der Autor noch keinen festen Wohnsitz hatte, ein Bohèmien, der ein Künstlerleben führte und in Milieus verkehrte, die als Bohème zu fassen sind. Republik ‒ hier stehen die 1920er und frühen 1930er Jahre im Zentrum, Heinrich Mann als Vorkämpfer der deutsch-französischen Verständigung, der für das Konzept Vereinigter Staaten Europas eintrat, ein überzeugter republikanischer Schriftsteller, der sich engagiert für die neue Staatsform Demokratie eingesetzt hat und ein intellektueller Repräsentant der Weimarer Republik wurde. Exil ‒ hier wäre für die französische Zeit die weiterhin bestehende Rolle Heinrich Manns als intellektueller Repräsentant, nunmehr für die aus dem faschistischen Deutschland Geflohenen, zu betrachten, die er auf literarischem und publizistischem Gebiet kämpferisch-humanistisch gestaltete. Im US-amerikanischen Exil wäre – vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs, des Kalten Kriegs und sich verschlechternder Gesundheit – signifikant, wie zwar Heinrich Manns öffentlicher Bekanntheitsgrad schwand, nicht jedoch seine avantgardistisch bis grotesk geprägte literarische Produktivität sowie seine essayistische Zeugenschaft seines Zeitalters.

Wir freuen uns auf Themenvorschläge, die jenseits von Forschungsklischees insbesondere das Werk in den Blick nehmen, die den Autor auch in seinem jeweiligen Umfeld situieren, die von den historischen Kontexten her auch Linien ziehen zu Fragen unserer Gegenwart.

 

Themenvorschläge (versehen mit Name, Adresse, Telefonnummer und E-mail-Adresse) für Referate und / oder schriftliche Beiträge sind mit Exposé (Arbeitstitel + max. 500 Zeichen Text) und kurzen biographischen Informationen über die Verfasser(innen) bis zum 15. September 2020 möglichst per E-mail erbeten an:

 

Heinrich Mann-Gesellschaft

Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum

Buddenbrookhaus

Mengstraße 4

23552 Lübeck

hmg@buddenbrookhaus.de