JAHRESTAGUNG 2017

JAHRESTAGUNG 2017

25. - 26. MÄRZ IM BUDDENBROOKHAUS LÜBECK

25. - 26. MÄRZ IM BUDDENBROOKHAUS LÜBECK

Der frühe Heinrich Mann / Heinrich Manns literarische Anfänge 

 

Wie, mit was, in welcher Form beginnt ein Autor zu schreiben? Wie reagiert er dabei auf seine Zeit, auf Vorbilder und Antipoden? Genauer: Welche Charakteristika zeigt in dieser Hinsicht das ganz frühe Werk Heinrich Manns? Diesen Fragen geht die nächste Jahrestagung der Heinrich Mann-Gesellschaft nach, die am 25. und 26. März 2017 im Buddenbrookhaus in Lübeck stattfinden wird. Mögliche Vortragsthemen dafür sind vielfältig, startet doch Heinrich Mann seine literarische Tätigkeit facettenreich und beeindruckend produktiv: Noch nicht einmal 30 Jahre alt, hat Heinrich Mann schon (soweit uns heute bekannt) 30 Novellen, den Debütroman „In einer Familie“ und fast neunzig publizistische Texte verfasst. Das letzte Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts – und um diese Phase geht es hier insbesondere – war dabei politisch geprägt vom Sturz Bismarcks, dem Aufstieg Wilhelms II. und der beginnenden Weltmachtpolitik, sozialökonomisch durch die forcierte Industrialisierung und das Vordringen der Sozialdemokratie, literarisch noch durch den Naturalismus und bald durch verschiedene postnaturalistische Strömungen. Wie reagieren Heinrich Manns frühe Texte auf solche literarischen und politischen Kontexte, auf literarische Moden und die Alltagskultur des Kaiserreichs? Auch: welcher Zusammenhang zeigt sich in Heinrich Manns so heterogenen frühen Texten – wo liegen Gemeinsamkeiten, wo Widersprüche? Wo sind vom Frühest-Werk aus Linien bis ins Spätwerk hinein zu erkennen? Generell: Welche neuen Zugänge lassen sich zu Heinrich Manns literarischen Anfängen – von „Haltlos“ (1891) bis „Im Schlaraffenland“ (1900) – finden? Sei es in Bezug auf Geschlechterkonzepte, Raum- und Zeit-Strukturen, Reaktionen auf zeitgenössische oder vergangene Kunst-Debatten, Auseinandersetzung mit Alltagskultur und modernen Medien etc. Kurz: Wie fängt Heinrich Mann zu schreiben an? Die Tagung soll vielfältige Antworten auf diese Frage geben.

 

> Das Programm der Tagung 2017 im PDF-Format Sie HIER