SATZUNG

SATZUNG

 

 

§ 1 Name und Sitz

 

1.  Die am 27. März 1996, dem 125. Geburtstag Heinrich Manns, mit der vorliegen­den Satzung gegründete Gesellschaft führt den Namen »Heinrich Mann-Gesell­schaft«. Sie wurde am 13. Juni 1996 ins Vereinsregister beim Amtsgericht Lübeck eingetragen und ist damit rechtsfähig.

 

2.  Der Sitz der Gesellschaft ist Lübeck.

 

 

§ 2 Zweck

 

Zweck der Gesellschaft ist, die Kenntnis des Lebens und Werkes Heinrich Manns zu vertiefen und deren Zusammenhänge mit der Literatur und Geschichte seiner Zeit durch Vorträge, Tagungen und Publikationen darzustellen.

 

Zu den Aufgaben der Gesellschaft gehören:

 -   die Gestaltung von Heinrich Mann-Gedenktagen;

 -   die Unterstützung der  Arbeit  des  Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrums  im Buddenbrookhaus, das Werk und Leben Heinrich Manns der Öffentlichkeit vermit­teln will.

 

 

 

§ 3 Gemeinnützigkeit

 

Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts »Steuerbegünstigte Zwecke« der Abgabenordnung. Die Gesellschaft ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel der Gesellschaft dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mit­glieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Gesellschaft. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Gesellschaft fremd sind, oder durch unverhältnis­mäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

 

 

§ 4 Geschäftsjahr

 

Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.

 

 

§ 5 Mitgliedschaft

 

1.  Mitglied der Gesellschaft kann jede einzelne oder juristische Person werden.

 

2.  Über den schriftlichen Antrag entscheidet der Vorstand. Die Mitgliedschaft wird erworben durch Aushändigung einer Mitgliedskarte nach Zahlung des Mitglieds­beitrages.

 

3.  Die Mitgliedschaft endet:

     a)  mit dem Tod des Mitglieds;

     b)  durch schriftliche Austrittserklärung, gerichtet an die Geschäftsstelle oder an ein Vorstandsmitglied; sie ist nur zum Schluß eines Kalenderjahres unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten zulässig;

     c)  durch Ausschluß aus der Gesellschaft.

 

4.   Ein Mitglied, das in erheblichem Maße gegen die Interessen der Gesellschaft verstoßen hat oder mit zwei Jahresbeiträgen in Verzug ist, kann durch Beschluß des Vorstandes aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Vor dem Aus­schluß ist das betroffene Mitglied persönlich oder schriftlich zu hören. Die Ent­scheidung über den Ausschluß ist schriftlich zu begründen und dem Mitglied mit Einschreiben gegen Rückschein zuzustellen. Es kann innerhalb einer Frist von ei­nem Monat ab Zugang schriftlich Berufung beim Vorstand einlegen. Über die Be­rufung entscheidet die Mitgliederversammlung. Macht das Mitglied vom Recht der Berufung innerhalb der Frist keinen Gebrauch, unterwirft es sich dem Ausschlie­ßungsbeschluß.

 

 5.   Der Bezug des Jahrbuches ist im Mitgliedsbeitrag enthalten.

 

 

§ 6 Ehrenmitgliedschaft

 

Zum Ehrenmitglied kann ernannt werden, wer sich um das Werk Heinrich Manns oder um die Gesellschaft besonders verdient gemacht hat. Das Ehrenmitglied wird auf Vor­schlag des Vorstandes von der Mitgliederversammlung ernannt. Ehrenmitglieder haben die vollen Rechte eines Mitglieds, zahlen jedoch keine Beiträge.

 

 

§ 7 Organe

 Die Organe der Gesellschaft sind:

 

1.    der Vorstand;

2.    die Mitgliederversammlung.

 

 

§ 8 Der Vorstand

 

1.   Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus:

 

      dem Präsidenten;

       zwei Stellvertretern - Vizepräsidenten -;

       einem Schriftführer;

       und dem Schatzmeister.

 

Die Gesellschaft wird gerichtlich und außergerichtlich nach innen und nach außen von dem Präsidenten und den beiden Stellvertretern - Vorstand im Sinne des § 26 BGB - vertreten. Jeder von ihnen erhält Einzelvertretungsbefugnis, von der aber die Stellvertreter im Innenverhältnis nur Gebrauch machen dürfen, wenn der Prä­sident verhindert ist.

 

2.    Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer  von  drei Jahren

gewählt. Er bleibt im Amt, bis eine Neuwahl erfolgt. Scheidet ein Mitglied des Vorstandes während der Amtsperiode aus, kann der Vorstand ein anderes Mitglied der Gesellschaft für den Rest der Amtsdauer des ausgeschiedenen Mit­glieds zuwählen.

 

 

 

§ 9 Vorstandssitzungen

 

1.   Zu den Vorstandssitzungen lädt der Präsident unter Mitteilung der Tagesordnung rechtzeitig ein. Der Präsident oder - im Falle seiner Verhinderung - einer seiner beiden Stellvertreter leitet die Sitzung.

 

2.   Zu Beschlüssen des Vorstandes ist die Anwesenheit von mindestens drei Vor­standsmitgliedern erforderlich. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Präsidenten, gege­benenfalls die eines seiner Stellvertreter, den Ausschlag.

 

3.   Über Beschlüsse des Vorstandes ist eine Niederschrift anzufertigen, die von zwei Vorstandsmitgliedern zu unterzeichnen ist.

 

 

§ 10 Die Mitgliederversammlung

 

1.  Die Mitgliederversammlung ist jährlich vom Präsidenten unter Einhaltung einer Einladungsfrist von mindestens vier Wochen schriftlich einzuberufen. Dabei ist die vom Vorstand festgesetzte Tagesordnung mitzuteilen.

 

2.  Die Mitgliederversammlung hat insbesondere folgende Aufgaben:

 

a)   Entgegennahme des Rechenschaftsberichtes des Vorstandes und dessen Entlastung;

b)   Wahl des Vorstandes;

c)   Beschlüsse über eine Satzungsänderung und über eine Auflösung der  Gesellschaft;

d)   Beschlüsse über die Berufung eines Mitgliedes gegen seinen Ausschluß durch den Vorstand;

e)  die Festsetzung des Mitgliedsbeitrages;

f)   Wahl der Rechnungsprüfer.

 

3.   Außerordentliche Mitgliederversammlungen können vom Vorstand angesetzt werden. Einladungen und Tagesordnung sind den Mitgliedern mindestens vier Wochen vor dem Tagungsdatum schriftlich mitzuteilen.

 

4.  Die Mitgliederversammlung faßt ihre Beschlüsse grundsätzlich mit einfacher Stimmenmehrheit der Erschienenen. Zu Satzungsänderungen ist jedoch eine Stim­menmehrheit von zwei Dritteln der Erschienenen erforderlich.

  

5.  Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das vom Versammlungsleiter und dem Protokollführer zu unterzeichnen ist.

 

 

§ 11 Mitgliedsbeiträge

 

Die Mitgliedsbeiträge sind Jahresbeiträge und jeweils am 1. Januar eines Jahres im vor­aus fällig.

 

 

§ 12 Auflösung der Gesellschaft und Anfall des Geschäftsvermögens

 

Die Auflösung der Gesellschaft kann nur in einer zu diesem Zweck berufenen außeror­dentlichen Mitgliederversammlung erfolgen. Der Beschluß zur Auflösung bedarf der Mehrheit von zwei Dritteln sämtlicher Mitglieder. Falls die Versammlung nicht beschluß­fähig ist, wird in einer zweiten Versammlung, die ohne Rücksicht auf die Zahl der er­schienenen Mitglieder beschlußfähig ist, in einfacher Mehrheit abgestimmt. Hierauf ist in der Einladung ausdrücklich hinzuweisen. Das gegebenenfalls vorhandene Vermögen der Gesellschaft wird bei schriftlich wirksamer Auflösung im Sinne der Vorschriften der Steuergesetze und der zu ihrer Ausführung erlassenen Bestimmungen unmittelbar und ausschließlich der Kulturstiftung Hansestadt Lübeck für die Pflege des Erbes von Hein­rich Mann im Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum Lübeck überlassen.

 

 

Nach Eintrag in das Vereinsregister ausgefertigt:

 

 

Lübeck, 26. Juni 1996                                            Der Präsident:

 

                                                                             gez. Dr. Peter-Paul Schneider